Masterplanung „Lüneburgs Erlebbare Ilmenau“


Die Gewässerläufe der Ilmenau und des parallel verlaufenden Lösegrabens sind prägende Elemente der Hansestadt Lüneburg und fest im Stadtbild verankert. Beide Gewässer sind als FFH-Gebiete ausgewiesen und stellen wertvolle Lebensräume für zahlreiche geschützte Tier- und Pflanzenarten dar. Zudem steht die innerstädtische Kaimauer unter Denkmalschutz und gilt als bedeutendes historisches Zeugnis der Lüneburger Stadtgeschichte. Trotz dieser Qualitäten sind die Gewässer an vielen Stellen nur eingeschränkt erlebbar und wenig einladend. Mit dem Masterplan „Erlebbare Ilmenau“ schafft die Stadt eine Grundlage für die Entwicklung öffentlich zugänglicher Orte entlang beider Ufer, die Aufenthaltsqualität bieten und zugleich den Anforderungen des Natur- und Denkmal- und Hochwasserschutzes gerecht werden.

TOPOS erarbeitete hierfür einen detaillierten Masterplan, der die unterschiedlichen Belange umfassend analysiert und in einer abgestimmten Maßnahmenplanung zusammenführt. Neben städtebaulichen und freiraumplanerischen Untersuchungen wurde eine vertiefte artenschutzrechtliche Kartierung entlang beider Ufer vorgenommen. Ziel war es, vulnerable sowie robustere Uferabschnitte zu identifizieren, die sich für eine behutsame Aufwertung und Erlebbarmachung eignen. Als Ergebnis wurden konkrete Handlungs- und Entwicklungsbereiche definiert, in denen Maßnahmen wie Sonnenpodeste, Kanustege, eine Badestelle sowie Sitzgelegenheiten am Wasser vorgeschlagen wurden. Ergänzend wurden naturräumliche Maßnahmen vorgesehen, darunter zusätzliche Uferbepflanzungen und Baumpflanzungen, um die FFH-relevanten Arten gezielt zu fördern.

Begleitend zum Planungsprozess fanden umfangreiche Beteiligungsformate statt. Zwei digitale sowie eine analoge Beteiligung vor Ort stellten sicher, dass Anregungen und Belange der Anwohnerinnen und Anwohner frühzeitig aufgenommen und in die Planung integriert wurden. Ergänzend wurde eine eigenständige Jugendbeteiligung durchgeführt.