Denkmalpflegerische Bestandserfassung der Akademie der Künste in Berlin-Mitte

Die Außenanlagen der Akademie der Künste entstanden 1960 als gemeinsame Arbeit von Werner Düttmann (Architektur) und Walter Rossow (Landschaft) im Kontext der INTERBAU 1957 und sind seit 1995 als Bau-, Garten- und Kunstdenkmal geschützt. Spätere Eingriffe betrafen u. a. den als Dachgarten wiederhergestellten Gräsergarten (2004), die gartendenkmalpflegerische Wiederherstellung des Gartens am Theater (2014/15) und die barrierefreie Aufwertung des Vorplatzes (2016/17).
Für die erneute Überarbeitung beauftragte das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung TOPOS mit einer gartendenkmalpflegerischen Bestandserfassung, Bewertung und einem Maßnahmenkonzept. Schwerpunkte sind der denkmalgerechte Erhalt der Material- und Raumstruktur, die Wiederherstellung von Sichtbeziehungen, der Schutz prägender Altbäume und eine klimaresiliente, insektenfreundliche Vegetationsentwicklung. Zentral ist dabei die engere Verbindung von Kunst im öffentlichen Raum und Skulpturengarten zu einem durchgehenden kuratorischen Außenraum: Henry Moores „Liegende“ markiert als Kunstdenkmal den Auftakt am Entree; das historisch als Skulpturengarten verstandene Atrium (heute Gräsergarten) und die Höfe bis in den Theatergarten sollen über freigelegte Blickachsen, präzise Wegführungen und die denkmalgerechte Einordnung temporärer Setzungen (z. B. Verlagerung der Bienenhäuser) wieder als zusammenhängende Kunst‑ und Aufenthaltssequenz erfahrbar werden. Wasserbecken und Betonstelen bleiben als raumbildende Elemente gesetzt und werden in ein konsistentes Pflege‑ und Monitoringkonzept überführt.
Auftraggeber
Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung
Bearbeitungsgebiet
1,4 ha





